Schritt 5 – Sodale – was brauch‘ ich denn?

ToDo-Liste

(v) Neuer (gebrauchter 19″-) Server

(-) RAID 1 aus den beiden 145-GB-Platten erstellen
(-) RAID 5 aus den fünf 300-GB-Platten erstellen
(-) Sechste 300-GB-Platte

(-) Dritte Netzwerkkarte, möglichst Gigabit

(-) Layer-3-Switch
siehe https://www.linuxmuster.net/wiki/dokumentation:addons:subnetting:start

(-) Ubuntu 14.04 LTS –  64-Bit-Server-Betriebssystem für Intelprozessoren
Download und Brennen als ISO
http://www.ubuntu.com/download/server
Unnötig – ist im XEN-Paket enthalten

(-) XEN / IPFire
Download und Brennen als ISO
http://www.netzint.de/education/linuxmuster-net/xenserver-appliance-6-1
Anleitung:
http://www.netzint.de/download/Installationsanleitung_XenAppliance_022.pdf

(-) Linbo als Imaging-System

(-) Linuxmuster.net- Schulnetzwerk
https://www.linuxmuster.net/wiki/entwicklung:downloads:start

Schritt 4 – Orientierung im Raum

Soft- und Hardware die Zweite

Ich wende mich wieder an die – unheimlich rege – Mailingliste der „Linuxmuster.net“-Community. Weil Holger mich so schön zitiert, poste ich das gesamte Frage- und Antwortspiel:

Unser „Schnäppchen“:
HP Proliant-dl-380-g5, 19″, 2x-intel-xeon-quad-core-2-8-ghz, 16GB Ram, 2*146 GB plus 6*300 GB hotplug, 2 NC373i Multifunction Gigabit Network Adapter.
Die benötigte dritte Karte kann ich auf einen PCI-Slot setzen. (Empfehlung?) 12 Monate Gewährleistung. Knapp 300 Eumel.

das ist ein Schnäppchen.
Ich hab auch in einen „großen“ Server einfach eine PCI Karte dazu
gesteckt für die dritte Anbindung (BLAU).

Zweite Stolperstelle:
Auf Linuxmuster.net: „Ausprobieren? Quickstart für Administratoren“
http://www.linuxmuster.net/wiki/dokumentation:handbuch:virtualisation:reference.kvm
wird Ubuntu 12.04 (64Bit) LTS empfohlen.

ich bin gerade dabei diese Seite zu überholen. Dazu mache ich erst Tests.
Die Referenzanleitung mit KVM auf Ubuntu 12.04 habe ich damals geschrieben: genau so setze ich die Maschienen noch immer ein.
Inzwischen sind aber alle Hosts auf 14.04 upgedatet: Vorsicht: nur die Hosts, der lml server der drin läuft ist und muß bleiben: ein Ubuntu 12.04 64bit!

Dritte Stolperstelle:
Ist die Virtualisierung mit KVM oder mit VmWare vorzuziehen?

.. ich wollte dir jetzt XEN empfehlen, da es eine Installationsanleitung und fertige, leicht zu importierende VMs mit IPFire, Server, OPSI und Unify gibt. Das habe ich gerade mal durchgemacht: die Anleitung ist gut.
Ich habe auf einem Microserver: 1TB SATA PLatte 4 Kerne Xeon E12?? mit 8GB Speicher gerade mal 2 Stunden gebraucht um alles ans laufen zu bekommen. Und von den 2 Stunden hab ich insgesammt 20 Minuten an der Tastatur gesessen ..

Ist die Empfehlung mit 12.04 noch aktuell oder sollte/kann 15.04 verwendet werden?

Nie 15.04, wenn dann 14.04, weil das ein LTS ist. Für den Host kannst du gleich 14.04 installieren.

Hat sich in der Serverinstallation unter 15.04 LTS etwas geändert oder ist die Anleitung auf http://wiki.ubuntuusers.de/Server_Installation noch aktuell?

wenn du KVM nehmen willst, dann nimm unsere Anleitung:
http://www.linuxmuster.net/wiki/anwenderwiki:virtualisierung:kvm:kvm_ubuntu1204

Gibt es bereits eine „Linuxmuster.net 4 Dummies“ – Schritt-für Schritt-Anleitung?

Ja: wenn du XEN nimmst. Schau dir die XEN Anleitung mal an:
http://www.netzint.de/education/linuxmuster-net/xenserver-appliance-6-1
Das wichtigste dürfte sein, wie du die RAIDs konfigurierst. Ich würde wahrscheinlich ein RAID 1 aus den beiden kleinen Platten machen und da drauf XEN installieren, und ein RAID5 aus 5 der 6 300 GB Platten machen und in den letzten Slot der Backplane eine größere Platte stecken für die Backups. RAID 5 ist mit 5 Platten performanter als mit 6, und du brauchst ja auch was für das Backup.


Stefan gibt dazu folgende Ergänzung:

So würde und werde ich es auch machen, nur die letzte (6.) 300er-Platte als Global Hotspare und Backups auf ein NAS oder sonstiges externes Gerät.

Vor dem Einsatz der neuen alten Hardware war bei mir ein Bios- und Firmware-Update für den RAID-Controller (und was der Hersteller sonst noch so angeboten hatte) sinnvoll.

Da die gebrauchten Server z.T. so günstig sind, kann ich empfehlen einfach noch einen (evtl. ohne Platten) zu kaufen und den als Reserve oder Ersatzteillieferant vor zu halten, wenn man sich absichern möchte. Das habe ich so gemacht mit meinem Dell Poweredge 2950 III.


Nun gut. Wie richte ich ein Raid ein? Wie mache ich ein Update des Raid-Controllers?

Ich baue also zunächst mal den Server wieder aus dem Serverschrank aus – das ist jetzt kein großer Akt mehr. Muss nur noch Kabel ein- aus- und wieder einstöpseln – und verpasse der Kiste eine dritte Netzwerkkarte.
Nebenbei lade ich Ubuntu 14.04 Server für Intel-Prozessoren runter und starte die Installation. Mal schaun‘, was das System mir anbietet.

Schritt 3: Software 1

Ich stelle in der Linuxmuster.net-Mailingliste eine Anfrage:

  • Hallo miteinander, es ist soweit. Endlich steht ein „neuer“ Server bereit. Nun ja. Nicht „neu“. Gebraucht. Ich werde also in nächster Zeit (hoffentlich nicht zu oft) über meine Erfahrungen und Stolperstellen hier berichten. Derzeit werden und wurden in Baden-Württemberg alle Schulämter mit neuer Hardware ausgestattet und die generalüberholten Server und Workstations sind bei AfB (http://www.afb-group.de/de/unternehmen/wir-ueber-uns) wohlfeil erhältlich.Unser „Schnäppchen“:
    HP Proliant-dl-380-g5, 19″, 2x-intel-xeon-quad-core-2-8-ghz, 16GB Ram, 2*146 GB plus 6*300 GB hotplug, 2 NC373i Multifunction Gigabit Network Adapter Die benötigte dritte Karte kann ich auf einen PCI-Slot setzen. (Empfehlung?) 12 Monate Gewährleistung Knapp 300 Eumel.So viel zur Vorrede. Das Ding steht nun im Serverschrank und ich werde diese Woche das Basissystem installieren. Das System soll virtualisiert sein.Erste Stolperstelle: War das ein Fehlkauf – oder funzt LML damit?Zweite Stolperstelle: Auf Linuxmuster.net: „Ausprobieren? Quickstart für Administratoren“ http://www.linuxmuster.net/wiki/dokumentation:handbuch:virtualisation:reference.kvm wird Ubuntu 12.04 (64Bit) LTS empfohlen.

    Dritte Stolperstelle: Ist die Virtualisierung mit KVM oder mit VmWare vorzuziehen? Ist die Empfehlung mit 12.04 noch aktuell oder sollte/kann 15.04 verwendet werden? Hat sich in der Serverinstallation unter 15.04 LTS etwas geändert oder ist die Anleitung auf http://wiki.ubuntuusers.de/Server_Installation noch aktuell? Falls nein – gibt es eine ähnlich detaillierte Anleitung für 15.04?

    Gibt es bereits eine „Linuxmuster.net 4 Dummies“ – Schritt-für Schritt-Anleitung? Tipps und Hinweise auf Stolperfallen etc nehme ich dankend entgegen. Einladung: Wer in der Umgebung von Albstadt lebt oder arbeitet, kann mich gerne auch „live“ bei der Installation unterstützen – PM und wir machen was aus.. Mögen eure Maschinen störungsfrei laufen!

Am Kiosk gibt es eine Ausgabe der „Linux-Welt“ mit DVD. Ubuntu 14.03 LTS-64-Bit ist darauf enthalten. Ein komplettes Betriebssystem für 8,50€ plus Lesestoff für den Schwaben. Nett.
Ich starte den Rechner, komme durch Drücken von F12 ind BIOS und ändere die Bootreihenfolne im Server (Zum Glück ist das BIOS nicht paswort-geschützt). Da war noch „Boot-on-LAN“ aktiv. Die DVD startet brav ins Live-System von Ubuntu. Ich lasse die Installation zu, gebe Ortsangabe und Uhrzeit an und bleibe an der Angabe zur Partitionierung hängen. Ähem.. was mache ich nun mit den 2 Tera?

Nachtrag: Mein fundamentaler Irrtum war, dass ich Ubuntu 14.03 LTS-64-Bit benötige.

Ich brauche Ubuntu 14.03 LTS-64-Bit-Server, und zwar die Version für Intel-Prozessoren.
Das gibt es nicht auf Zeitschriften-DVD’s, sondern kostenlos zum Download.
Also – runterladen, ISO-Datei auf DVD brennen.

Mit dem XEN-System habe ich das alles in einem Paket – siehe
http://lm4dummies.schulbibo.de/2015/10/10/sodale-was-brauch-ich-denn/

Einen herzlichen Dank an Holger für den Tipp zum XEN-Server! Das könnte so klappen.

Schritt 2: Montage

Das Biest ist schwer. Und sperrig. Aber 19“. Drum passt es in den Serverschrank. Ich liebe Standards.

Leider habe ich kein Befestigungsmaterial, um den Server unter dem Patchfeld festzuschrauben. Zudem würde der Monitor vom alten Server nicht mehr drunter passen.

Der alte Server muss bleiben. Der Betrieb läuft damit weiter.

Also: Alles tiefer setzen. Aktion „Demontage Serverschrank“ beginnt.
Seitenwände entfernen, Tastaturauszug nach unten – Server auf das Abdeckblech und den Monitor ohne zusätzliches Zwischenblech obendrauf. Das Abdeckblech hat eine Tiefe von ca. 50 cm. Der Server mehr als 70 cm. Ein paar Kabelbinder mindern das Kipp-Risiko.

Der Monitor passt nicht mehr. Ich habe zu wenig Steckdosen. Eine Mehrfachsteckdose löst das Problem – hoffentlich hält die Kaskadierung die Stromstärken aus. Ich stecke um, damit die Hauptleiste die stärksten Verbraucher bedienen muss und die Mehrfachsteckdoese die Netzteile versorgt.

Strom an – tut. Gut.

Im Rektorat liegt noch ein Video-Splitter. Damit können zwei Rechner an eine Tastatur und an einen Monitor angeschlossen werden. Der 17“-Monitor ist zu hoch. Ein breiterer 18,5“-Monitor passt. Aber er flackert. Zum Glück sind wir in der Schule und es stehen einige ungenutzt herum. Nach dem Austausch flackert der nächste Monitor nicht mehr.

Ich kann mich am alten Server wieder einloggen.
Der neue ist noch nackig.

Schritt 1: Der neue Server

Seit 2 Jahren stupse ich die Schulleitung immer wieder an:

Ein neuer Server wäre an der Zeit.
80 GB Festplatte und 1 GB RAM ist knapp, eng und das System knirscht.

„Erstellen Sie mal 3 Vergleichsangebote“

„Weshalb eigentlich ich? Hardware ist Sache des Schulträgers. Ich bin nur der Admin. Ich bin nicht für’s Harte zuständig.“

Die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf. Hauptschule – auslaufend. In Zukunft reine Grundschule. Was da steht, tut’s. Auch weil der Admin danach schaut: Hier ein Speicherriegel, dort ein Netzteil vom Schrott … mit 45 Pentium-4-Rechnern, 25 Core2-Laptops und XP, Mozilla sowie LibreOffice lässt sich arbeiten.

Sommer 2015. Die Schulverwaltung in Ba-Wü tauscht an den Schulämtern die Hardware. Ich bin als „Ansprechpartner EDV“ am Schulamt involviert. Hardware und Server werden vom Land an AfB (Arbeit für Behinderte) abgegeben, dort gescheckt und gereinigt.

Ich rufe meine Schulleiterin mitten in den Ferien auf dem Zeltplatz an und bestelle einen Server: HP Proliant, 2 Vierkern-Prozessoren, 2 Gigabit-Netzwerkkarten, 16 GB Ram, 2*145 GB-Festplatten. 19 Zoll-Gehäuse mit 2 Netzteilen. Beim Preis von 280 € + 7% MWSt. – also unter 300 €umel ist nicht viel kaputt, falls es nix ist. Zudem gibt’s 12 Monate Garantie.

Das Teil wird – wegen der Sommerferien – zu mir nach Hause geliefert. Die Überraschung ist groß. Sooo groß hatte ich mir den nicht vorgestellt:
10 cm hoch, 45 cm breit und mehr als 70 cm tief.
PANIK: Passt der überhaupt in unseren kleinenServerschrank?
Überraschung 2: Neben den 2*145 GB-Festplatten (Hotplug) sind noch weitere sechs 145 GB-Platten vorhanden – die sich beim Herausziehen als 300 GB-Platten offenbaren. Summasumarum knapp 2,1 Tera Platz.

Kann man nicht meckern. Für 300 Euro. Portofrei.

Sodale!

Abenteuer Linuxmuster – 4Dummies.

Ich werde hier die Abenteuer des Netzwerkadmins einer kleinen Grund- und Hauptschule beschreiben, der knapp 70 Rechner für 260 Schüler betreut.

Seit mehreren Jahren läuft bei uns der „VW-Käfer“ der Schulnetzwerke – die Linux-Musterlösung Ba-Wü. Läuft – und läuft – und läuft – und…. eigentlich noch immer

Unsere Version stammt aus dem Jahr 2006 oderso. Es wird also höchste Zeit für ein Update – schon aus Gründen der Betriebssicherheit. Die Erfahrungen, Irrungen und Wirrungen des Installationsablaufes werde ich hier beschreiben. Ich bin Hauptschullehrer, kein Computer-Freak (das sehen andere anders, weil ich „Linux“ buchstabieren kann) und habe grundlegende Kenntnisse in EDV, Netzwerken und Linux-Basiswissen.

Was mich an unserem derzeitigen System nervt und zum Update / Upgrade führt, ist der in die Jahre gekommene Server – der kaum noch Speicherkapazität besitzt und es sind die fehlenden Lizenzen für das Image-System Rembo  des „Selbst-heilenden-Image-Systems“. BTW: Geniale Erfindung. Klasse. Nicht der Traum des Netzwerk-Admins, sondern sein Garant für ruhigen Schlaf – und für angenehmere Träume. Die Schüler können machen, was ihnen in den Sinn kommt – den Admin kratzt das nicht. Festplatte formatiert? Und? Ein Klick und der Rechner steht wieder so da, wie der Admin das wollte.

Somit ist nicht das Server-Betriebssystem LML 2.3, das brav vor sich hin werkelt, der Grund für dieses Update. Auf schwäbisch: „Des dät’s no – au mit H-Kennzeichen.“  – sondern das Imaging-System und die Hardware.

Vielleicht helfen meine Erfahrungen den Kollegen, bei der Installation eines (fast kostenlosen) Schulnetzwerkes weniger stümperhaft und stolpernd vorzugehen, als ich dies im folgenden beschreiben werde.

Nun denn – das Abenteuer beginnt.